Ankommende
Aufstellung
Willi an der Haltestelle
„Die Teestunde“ geht von einer historischen Begebenheit aus: Am 25. März 1961 lädt Alfried Krupp von Bohlen und Halbach meinen Großvater Wilhelm Meier zu einer Teestunde in seine Wohnung ein. Dieses Ereignis bildet den Ausgangspunkt für eine künstlerische Untersuchung von Erinnerung, Biografie und Geschichtsschreibung.
Das Projekt verbindet autobiografisches Erzählen mit dokumentierten und archivierten Materialien. Es arbeitet mit scheinbar privaten Details, die zugleich für eine exemplarische historische Konstellation der Nachkriegszeit stehen.
Im Zentrum stehen die Leerstellen zwischen individueller Erinnerung und vermeintlich objektiver Geschichtserzählung. Aus dieser Differenz entsteht ein poetischer Raum, in dem Wahr und Falsch nicht als feste Kategorien funktionieren.
“The Tea Hour” is based on a historical event: on 25 March 1961, Alfried Krupp von Bohlen und Halbach invites my grandfather, Wilhelm Meier, to tea in his apartment. This encounter serves as the starting point for an artistic investigation of memory, biography, and historiography.
The project combines autobiographical narration with documented and archival materials. It engages with seemingly private details that simultaneously stand for an exemplary historical constellation of the postwar period.
At its core are the gaps between individual memory and supposedly objective historical narratives. From this tension emerges a poetic space in which truth and falsehood no longer operate as fixed categories.