Hertie
Hertie
Iduna
Iduna
Porschekanzel
Porschekanzel
Zielturm
Zielturm
Waldhausenparkhaus
Waldhausenparkhaus
Vorstadt/Innenstadt: Projekt über Fiktion, Imagination und Erinnerung an
eine Metropole

Innenstadt ist ein künstlerisches Essay-Projekt, das traditionelle Medien
mit Skulptur und VR verschränkt. Erzählt wird die Geschichte einer Stadt,
das Fliessen der Zeit mit all den subjektiven perspektivischen Verzerrungen
und den Mutmassungen darüber, wie es war. Es geht um Dokumente und Fiktion
in einer Stadt im Herzen Europas, eingebettet in eine westdeutsche Nachkriegsgeschichte.
Diese Geschichte verschränkt das autobiographische mit dem dokumentierten
und archivierten Gedächtnis. Ausgangspunkt ist die eigene Familiengeschichte.
Sie lebt von scheinbar privaten Details, die dennoch für eine repräsentative
historische Situation und Zeitgeschichte stehen.
Dabei bin ich mir bewusst, dass die Leerstellen, die das Eigentliche der
Geschichte ausmachen nicht formuliert werden können. Es ist notwendig diese
Leerstellen mit dem Medium der Imagination zu umkreisen, um einen Möglichkeitsraum
zu schaffen, wie es war und geworden sein könnte. Leben ist nicht
nur so wie es laut der Dokumente sich vollzog, sondern auch immer so, wie
es in den Wünschen und den Projektionen gewesen sein könnte. Deshalb ist es
in uns, um als Projektion fixiert zu werden. Manchmal scheint es so, als ob
sich die Geschichte in einem historischen Schnappschuss kristallisiert, doch
bei genauem Betrachten, mag sich solch eine Anekdote als Erfindung entpuppen.
Erzählt wird eine Geschichte von wir zum ich, vom Kontext der Familie und
der Stadt zum eigenen Leben. Man erkennt die Suchbewegung eines Individuums
zwischen Gewissheit und Verwirrung, Möglichkeit und Sehnsucht. Die Grammatik
spiegelt sich in den multimedialen Mitteln bis hin zum Echtzeitmodell, dass
die Zeitschranken durchlässig macht.
Die Differenz zwischen einer vermeintlich dokumentarischen Biografie und
einem vermeintlich objektiven Verlauf der Geschichte ergibt einen poetischen
Raum in dem Wahr und Falsch keine grundlegenden Kategorien mehr sein können.
Im Medium der Kunst ist es möglich, die Wirklichkeitswelt, die man mit historischen
Dokumenten belegen kann, mit der Möglichkeitswelt und individuellen
Träumen, Sehnsüchten und Utopien in Verbindung zu bringen.

You may also like

Back to Top